Pyrolysedrehrohr
Das Pyrolysedrehrohr arbeitet für Prozesse, die keinen Sauerstoff vertragen (λ=0). Eingangsstoff ist festes, meist kohlenstoffhaltiges Material.
Erfahrungen liegen u.a. vor mit verschiedenen Biomassen, Brennstoffen aus Müll (SBS), getrocknetem Klärschlamm, Kunststoffen und Strassenaufbruch. Der Durchsatz liegt im Regelfall bei 15 bis 25 kg/h.
Das Pyrolysegas kann in zwei verschiedenen Nachbrennkammern (NBK) verbrannt werden. Bei der großen NBK folgt eine Abgasreinigung gemäß 17. BImSchV.
Kennzeichen der Technikumsanlage ist die Möglichkeit der diskontinuierlichen Vollkondensation von Teeren, Ölen und Wasser. Eine sehr gute Massen- und Energiebilanzierung ist somit erzielbar. Die Ölfraktion ist in nennenswerten Mengen für weitergehende Untersuchungen gewinnbar.
In den letzten Jahren wurde die große Ausführung durch kleinere Geschwister ergänzt. Möglich sind somit erste orientierende Versuche in Batchreaktoren oder kontinuierlich mit geringem Durchsatz.
Technische Daten des großen Drehrohres
- Heizleistung elektr. : 40 kW
- Durchsatz: bis 70 kg/h
- Rohr- (innen): 0,3 m
- Reaktionstemperatur: bis max. 950 °C
- Temperaturverteilung über Rohr: 4 Zonen
- Verweilzeit: einstellbar von ca 20 bis 60 min
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Betreuer
Dipl.-Ing. Felix Müller
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 5323 72-6246
E-mail: felix.mueller@tu-clausthal.de